Vor fast zehn Jahren eröffnete mit dem «Chedi» das erste Hotel des Projekts «Andermatt Swiss Alps»; nun wird über eine Hafenstadt auf der Halbinsel Isleten verhandelt. Der Investor Samih Sawiris steckt voller Ideen für den Kanton Uri. Doch irgendwann braucht auch der findigste Kopf Unterstützung. Deshalb präsentiert Kultz an dieser Stelle die fünf besten Ideen für seine nächste Kaufaktion im Bergkanton.
Platz 5: Ein eigenes Loch im Gotthard

Der Gotthard ist inzwischen mehr Loch als Berg. Wieso also nicht einen eigenen Tunnel für den Samih? Jachten könnten schnell und praktisch vom Urnersee aufs Mittelmeer und wieder zurückgefahren werden. Da würde sich auch gleich eine lukrative Zusammenarbeit mit Emmentaler AOP anbieten. Catchy Slogan: «Sie haben den Käse, ich die Löcher.»
Platz 4: Das alte Urner Kantonsspital

Mit der Investition in den ehemaligen Armeestützpunkt Andermatt hat Sawiris bewiesen: Was von anderen verlassen wird, findet er besonders interessant. Seit einigen Tagen befindet sich der Betrieb des Urner Kantonsspitals in einem neuen Gebäude; das alte wird abgerissen. Wie schade! Daraus könnte man doch eine Kaviarzucht machen! Oder einen Gucciladen! Oder die Wallfahrtsstätte einer neuen Weltreligion, mit Sawiris als Märtyrer, Messdiener und Messias!
Platz 3: Eine Menschenseele

Nicht sehr kreativ, nicht sehr neu, aber ein Prestigeobjekt allemal. Sawiris’ Vorteil: Er weiss bereits um die List des Urner Volkes beim Bau der Teufelsbrücke und kann im Kaufvertrag festhalten, dass es sich wirklich um eine MENSCHENseele handeln muss. Und sollten die Urner*innen trotzdem wieder nur einen Ziegenbock abliefern, lässt sich dieser sicherlich perfekt vermarkten.
Platz 2: Sarina Arnold
Einen Urner Promi scheint Sawiris bereits zu besitzen: Bernhard Russi. Der ehemalige Skirennfahrer hielt die Laudatio, als der ägyptische Investor zum Ehrenbürger Uris ernannt wurde. Und unlängst liess Russi verlauten, Sawiris habe Andermatt mit seinem Engagement «wachgeküsst». Russi ist super, klar, aber da geht noch mehr. Mit dem Urner Model Sarina Arnold könnte er sich die nächste Bekanntheit unter den Nagel reissen. Analog zum alten Butter-Werbespruch könnte sie dann in der Schweizer Illustrierte trompeten: «Samih – äs Natürtalänt!»
Platz 1: Das Rütli

Keine Ahnung, wie das passieren konnte, aber die Rütliwiese ist unverbaut und autofrei. Wieder einmal eine verpasste Chance der Schweizer*innen, etwas richtig geil zu vermarkten. Deshalb: Herr Sawiris, kaufen Sie bitte die Wiese und bauen Sie ein Swiss History Entertainment Center, wo man Kühe melken und Äpfel von Kinderköpfen schiessen kann.
