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Die Vergangenheit ist ein komischer Ort. Man durfte in Zügen noch rauchen, rotes Fleisch galt als gesund und man hielt es für eine gute Idee, Thermometer mit Quecksilber vollzupumpen. Gleichzeit gibt es Dinge, bei denen wir meinen, sie wären bereits Jesus in die Wiege gelegt worden, aber eigentlich noch relativ junge Erfindungen sind. Fünf eindrückliche Exemplare.

Platz 5: Ticket-Apps

SBB
Wie ein Billetschalter, aber im Hosensack: Ticket-App.

Wie Relikte aus vergangenen Zeiten muten die Mehrfahrten-Stempelkarte für den regionalen öffentlichen Verkehr oder das gedruckte und gelochte Zugticket an. Dass sich unsere Gesellschaft einst ausschliesslich auf analoge Reisebelege verlassen hat, erscheint skurril. Es gibt eigentlich nur noch eine Möglichkeit, einen Hauch dieser alten Zeiten zu verspüren: Wenn das Handy keinen Akku für das Öffnen der SBB-App hat und weit und breit kein Ladekabel auffindbar ist.

Platz 4: Doodle

Doodle
Nervt fast noch mehr, als die Termine, die man darin einträgt: Doodle.

Im Jahr 2003 hatte ein Schweizer ETH-Absolvent die Idee, ein Online Tool für die Terminplanung zu entwickeln, als er ein Abendessen mit Freund:innen organisieren wollte. 2007 gründete er mit einem Geschäftspartner Doodle. Wenn ich heute eine Umfrage starten würde, wie sehr Doodle nervt, so wette ich auf mindestens eine 9 von 10. Und doch: Den richtigen Zeitpunkt für mehr als drei beteiligte Personen zu finden scheint ohne das Online-Tool fast nicht mehr vorstellbar.

Platz 3: Tiptopf

Tiptopf
Ohne dieses Buch wäre die Schweiz längst verhungert: Tiptopf.

Im Bücherregal meiner Eltern stand es, am Gymnasium war es Teil des Lehrplans im Fach Hauswirtschaft, in jeder meiner Wohngemeinschaften lag ein Exemplar herum und in den Brockis scheint es schweizweit ebenfalls zum Inventar zu gehören: Das Kochbuch Tiptopf. Das ist wahrscheinlich der Grund, wieso ich mir ein Leben vor diesem Klassiker einfach nicht vorstellen kann. Doch muss es eins gegeben haben, denn der Tiptopf ist ein Produkt der 1980er-Jahre und mittlerweile das meistverkaufte Lehrmittel der Schweiz.

Platz 2: Coop am Luzerner Bahnhof

Coop
Beim Selfcheckout bitte immer gleich nach vorne laufen: Coop am Luzerner Bahnhof.

Das Leben ist unberechenbar aber eine Konstante bleibt: Andere Geschäfte am beliebten Standort kamen und gingen, aber der Coop am Bahnhof ist zuverlässig überfüllt und hektisch. 2006 öffnete der Detailhändler seine Tore und übertraf mit seinem Umsatz alle Erwartungen – seither ist der Coop am Bahnhof vom eigenen Erfolg überrumpelt und fristet ein konfuses Dasein. Wie die Luzernerinnen und Luzerner davor überlebt haben, ist mir persönlich ein Rätsel. Man munkelt, dass der Anbau von eigenen Lebensmitteln in der grauen Zeit davor über das Schlimmste hinweghalf.

Platz 1: Inlandtourismus

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Koh Samui der Abgelegenheit: Schweizer Bergdorf.

Es scheint ein Naturgesetz zu sein, denn wie Ebbe und Flut stauen sich im Rhythmus der Schulferien und Feiertage die Autos am Gotthard. Eines der Ziele der Reisenden in Richtung Süden ist die vielzitierte Sonnenstube der Schweiz, das Tessin. Ein Glacé an der Seepromenade in Locarno als innigster Wunsch der Deutschschweizer:innen? Das war nicht schon immer so, denn der Tourismus im Tessin entwickelte sich erst allmählich seit 1882, als der Gotthard-Eisenbahntunnel in Betrieb genommen wurde. Davor galt das Tessin als arme und schlecht entwickelte Region der Schweiz – heute prägen überfüllte Campingplätze und pedalofahrende Sommergäste unser Bild vom Kanton.

Top 5Jeden Donnerstag stellen Menschen aus dem Kultz-Team ihre persönliche Top 5 zu selbst gewählten Kategorien vor. Welche Top 5 sollen wir als Nächstes zusammenstellen? Schick deine Ideen an redaktion@kultz.ch.Was bisher geschah:Die fünf fiesesten Tiere im Tierpark GoldauDie fünf schlimmsten WochentageDie fünf bequemsten Massnahmen gegen den KlimawandelDie fünf gefährlichsten ErfindungenDie fünf nervigsten Dinge in LuzernDie fünf geilsten Reality-Love-FormateDie fünf besten VBL-VerbindungenDie fünf dümmsten HobbysDie fünf unbeliebtesten HunderassenDie fünf unbekanntesten Zitate der WeltgeschichteDie fünf besten Luzerner GemeindewappenDie fünf untötbarsten ZimmerpflanzenDie fünf mühsamsten Fussgängerstreifen LuzernsDie fünf schlimmsten Dinge am SommerDie fünf coolsten MuseggtürmeDie fünf neuesten deutschen WörterDie fünf seltsamsten Hotelnamen der ZentralschweizDie fünf inspirierendsten To-dosDie fünf spektakulärsten Attraktionen am Bahnhof LuzernDie fünf besten Luzerner StadttiereDie fünf schönsten Abfallsäcke der SchweizDie fünf besten Dinge, die Sawiris den Urner*innen als Nächstes abkaufen könnteDie fünf besten Luzerner BankautomatenDie fünf besten Sommer-Beauty-Tipps für Sparsame und FauleDie fünf karrierefördernsten Tipps zur EinschulungDie fünf hässlichsten Gebäude LuzernsDie fünf nützlichsten Schwünge für den AlltagDie fünf besten Luzerner BäckereienDie fünf besten Luzerner Nostalgie-OrteDie fünf besten Tastatur-TastenDie fünf würdigsten Luzerner Thronfolger:innenDie fünf tollsten Dinge an der Luzerner MääsDie fünf interessantesten Toiletten in LuzernDie fünf dringendsten Verkehrsmassnahmen in LuzernDie fünf besten Diensthunde der Luzerner PolizeiDie fünf alternativsten LichtquellenDie fünf lächerlichsten FortbewegungsmittelDie fünf erholsamsten Luzerner PlätzeDie fünf nutzlosesten KörperteileDie fünf dümmsten Zentralschweizer SynonymeDie fünf schlimmsten Dinge an der WeihnachtszeitDie fünf unrealistischsten Neujahrs-VorsätzeDie fünf nützlichsten EmojisDie fünf besten WintersportartenDie fünf berühmtesten Dampfschiffe auf dem VierwaldstätterseeDie fünf schlechtesten Ausreden für VerspätungenDie fünf besten Dinge, die AI über Luzern weissDie fünf beliebtesten Methoden zur ArbeitszeiterfassungDie fünf nervigsten ElterntypenDie fünf praktischsten Last-Minute-VerkleidungenDie fünf meistüberschätzten MenschenDie fünf traurigsten Brunnen in LuzernDie fünf ekelhaftesten Massen im Zentralschweizer UntergrundDie fünf abscheulichsten PendlergerichteDie fünf schlechtesten InvestitionenDie fünf chaotischsten Luzerner VeloparkplätzeDie fünf besten OstereierversteckeDie fünf traurigsten Bahnhöfe der ZentralschweizDie fünf schlimmsten BalkoneinrichtungenDie fünf eingängigsten EselsbrückenDie fünf besten LZ-Listicles, die ganz sicher nicht «klickbasiert» sindFünf Luzerner Buslinien mit falschen NamenDie fünf nervigsten AngewohnheitenDie fünf wichtigsten Dinge, die ein nasser Frühling lehrtDie fünf meistgehassten Bahnen im Minigolf LidoDie fünf badenswertesten Brunnen LuzernsDie fünf dringendsten Initiativen der SchweizDie fünf kühlsten Zufluchtsorte in LuzernDie fünf unnötigsten GepäckstückeDie fünf besten Luzerner StrassenfesteDie fünf besten Feriendomizile in der Luzerner AggloDie fünf besten öffentlichen Uhren in LuzernDie fünf unnötigsten Mitbringsel aus dem UrlaubDie fünf interessantesten Ampelknöpfe in LuzernDie fünf unangenehmsten GeräuscheDie fünf besten TageszeitenDie fünf besten Gesprächsthemen für den CoiffeurbesuchDie fünf blödesten BuchstabenDie fünf stärksten Meinungen des fleissigsten KommentarschreibersDie fünf unnötigsten KommunikationsmittelDie fünf nervigsten AlltagsfloskelnDie fünf lästigsten Angewohnheiten deiner Mitarbeitenden