
Martin Erdmann: Lee Scratch Perry - Disco Devil In vielen populären Musikrichtungen wurden Bassist:innen bloss in die Band geholt, weil schliesslich auch noch jemand den Bandbus fahren muss. Dann gibt es aber auch Genres, bei denen die tiefen Frequenzen im Mittelpunkt stehen - eine Entwicklung, die seit den frühen 60er-Jahren von Jamaika aus in die Welt hinausgetragen wurde. Hier ein urtümliches Beispiel aus den Strassen Kingstons. Rosa Zimmermann: Anderson .Paak – Come Down Während der Suche nach einem passenden Song ist mir aufgefallen, dass die Bassline für mich nicht entscheidend für tolle Musik ist. Nice to have ist sie aber sicher. Mit Little Simz oder Anderson .Paak lasse ich mich besonders gerne in den Groove ziehen.
Heinrich Weingartner: Joey Quinones – What's His Name Die beste Bassline ist ein bisschen wie der beste Song oder die beste Band oder das beste Genre: Diese Kategorien gibt es nur in den Köpfen von pensionierten, männlichen Musikkritikern. Jede Bassline ist die beste Bassline, wenn sie nur dann vermisst wird, wenn sie nicht mehr da ist. Corinne Huwyler: Selah Sue – Karma Die Bassline für Menschen, die diese gut heraushören können und der Gesang für diejenigen, die das nicht so gut beherrschen. Selah Sue ist für alle da. Joel Michel: Michael Jackson – Wanna Be Startin’ Somethin’ Die Bassline steht – in Form eines Synthesizers-Basses – stellvertretend für ziemlich viele groovige und eingängige Basslines in Jacksons Musik. Die Line ist eingängig, groovig und der perfekte Boden für den Openingtrack des Albums «Thriller». Diese Bassline kann alles, vielleicht sogar eines Tages die Welt retten.
