Platz1
Unsportliche Sportarten klingen nach einem Widerspruch. Denkste! (Alle Fotos: Unsplash/zvg)

Für die einen sind sportliche Aktivitäten Lebenselixier, für andere notwendiges Übel, um sich körperlich fit in Richtung Pensionsalter zu bewegen. Diese Woche untersuchen wir einen Widerspruch in sich und stellen die unsportlichsten Sportarten vor – eine subjektive Aufzählung ohne Probe aufs Exempel und mit keinerlei Expertise.

5. Platz: Im Park stehen

Platz5
Lässt sich auch mit älteren Knochen spielen: Boule.

Eine Tätigkeit, die meines Erachtens nicht unermessliche Sportlichkeit voraussetzt, ist Boule. Der Überbegriff steht hier auch für Boccia oder Pétanque, wobei Spielende meist auf ebenen Flächen stehen und Kugeln beobachten, die langsam über den Kies rollen. Bei dieser Sportart werden weder grosse Distanzen noch Höhenmeter überwunden und schliesslich erfand jemand auch noch den Kugelmagneten zum vereinfachten Aufheben der Kugeln. Der Magnet soll Kräfte einsparen – doch wozu genau, wenn diese Sportart offensichtlich gar keine solchen voraussetzt?

4. Platz: Am Tisch sitzen

Ohne Titel
Benötigt kein Steh-, sondern Sitzvermögen: Schach.

Dass Schach in dieser Liste auftauchen muss, erscheint mir so logisch wie das Spiel selbst. Mein ganzer Respekt gilt den Spieler:innen dieses Sports, denn was diese in sitzender Haltung über Stunden hinweg an Gehirnarbeit leisten, erscheint mir beinahe übermenschlich. Eine Kontradiktion bleibt aber auch nach etlichen meisterhaften Zügen bestehen: Das Olympische Komitee anerkennt das strategische Brettspiel als Sport. Und das ganz ohne Gefahr von übersäuerter Muskulatur!

3. Platz: Den Besen schwingen

Platz3
In dieser Halle kann man noch etwas lernen: Etwa das Wort «Wischeffizienz».

Mit dem dritten Platz dieses Rankings begebe ich mich tatsächlich auf Glatteis, denn da diese Sportart auf rutschiger Unterlage stattfindet, erhöht dies natürlich die sportlichen Anforderungen an die Spieler:innen. Die Reinigung der Eisoberfläche vor der Laufbahn des Steins erscheint nicht gerade als schweisstreibende Tätigkeit, sondern eher als kurioses, kultisches Ritual. Tatsächlich erfordert Curling auch keine Kenntnisse in der Anwendung von Schlittschuhen – es ist in gewisser Weise Boccia auf Eis, weshalb es auch in dieser Liste auftaucht.

2. Platz: In der Kneipe hängen

Platz2
Mehr Alkohol gleich höhere Treffsicherheit? Im Dartsport eine beschlossene Sache.

Bei der Sportart Dart ist die Nähe zum Zapfhahn zu spüren: Google-Suchergebnisse schlagen vor: «Sind Dartspieler Alkoholiker?» Oder auch: «Welcher Dartspieler war betrunken?» In regelmässigen Abständen wird medienwirksam diskutiert, ob Teilnehmende der Darts-Weltmeisterschaft den Wettkampf betrunken absolviert hätten. Es reicht die Vorstellung, dass diese Frage bei der Tour de France oder im Fussball diskutiert würde, um zu erkennen, dass der Dartsport in dieser Liste auftauchen muss.

1. Platz: Die Seele baumeln lassen

Platz1
Vereint Sport und eine innere Auszeit: Sportfischen.

Die Sportfischerei scheint sich ihrem Selbstverständnis so unsicher, dass der Aspekt der Sportlichkeit sogar im Namen abgehandelt werden muss. Sportfischen ist nicht dazu gedacht, Gewinne oder Nahrung zu verdienen, sondern das Hauptziel dieses Sports ist das Vergnügen oder der Wettbewerb. In Angelmontur an Gewässern stehend wird hier dem Fang aufgelauert. Dabei ist Geduld gefragt und die eigenen Gedanken finden Zeit, um in die Ferne zu schweifen. Ausgerüstet mit einer wasserdichten Wathose und mit starrem Blick auf die Wasseroberfläche erscheinen Ausübende der Sportfischerei doch eher statisch und verdienen den ersten Platz dieses Rankings.

Top 5Jeden Donnerstag stellen Menschen aus dem Kultz-Team ihre persönliche Top 5 zu selbst gewählten Kategorien vor. Welche Top 5 sollen wir als Nächstes zusammenstellen? Schick deine Ideen an redaktion@kultz.ch.Was bisher geschah:Die fünf fiesesten Tiere im Tierpark GoldauDie fünf schlimmsten WochentageDie fünf bequemsten Massnahmen gegen den KlimawandelDie fünf gefährlichsten ErfindungenDie fünf nervigsten Dinge in LuzernDie fünf geilsten Reality-Love-FormateDie fünf besten VBL-VerbindungenDie fünf dümmsten HobbysDie fünf unbeliebtesten HunderassenDie fünf unbekanntesten Zitate der WeltgeschichteDie fünf besten Luzerner GemeindewappenDie fünf untötbarsten ZimmerpflanzenDie fünf mühsamsten Fussgängerstreifen LuzernsDie fünf schlimmsten Dinge am SommerDie fünf coolsten MuseggtürmeDie fünf neuesten deutschen WörterDie fünf seltsamsten Hotelnamen der ZentralschweizDie fünf inspirierendsten To-dosDie fünf spektakulärsten Attraktionen am Bahnhof LuzernDie fünf besten Luzerner StadttiereDie fünf schönsten Abfallsäcke der SchweizDie fünf besten Dinge, die Sawiris den Urner*innen als Nächstes abkaufen könnteDie fünf besten Luzerner BankautomatenDie fünf besten Sommer-Beauty-Tipps für Sparsame und FauleDie fünf karrierefördernsten Tipps zur EinschulungDie fünf hässlichsten Gebäude LuzernsDie fünf nützlichsten Schwünge für den AlltagDie fünf besten Luzerner BäckereienDie fünf besten Luzerner Nostalgie-OrteDie fünf besten Tastatur-TastenDie fünf würdigsten Luzerner Thronfolger:innenDie fünf tollsten Dinge an der Luzerner MääsDie fünf interessantesten Toiletten in LuzernDie fünf dringendsten Verkehrsmassnahmen in LuzernDie fünf besten Diensthunde der Luzerner PolizeiDie fünf alternativsten LichtquellenDie fünf lächerlichsten FortbewegungsmittelDie fünf erholsamsten Luzerner PlätzeDie fünf nutzlosesten KörperteileDie fünf dümmsten Zentralschweizer SynonymeDie fünf schlimmsten Dinge an der WeihnachtszeitDie fünf unrealistischsten Neujahrs-VorsätzeDie fünf nützlichsten EmojisDie fünf besten WintersportartenDie fünf berühmtesten Dampfschiffe auf dem VierwaldstätterseeDie fünf schlechtesten Ausreden für VerspätungenDie fünf besten Dinge, die AI über Luzern weissDie fünf beliebtesten Methoden zur ArbeitszeiterfassungDie fünf nervigsten ElterntypenDie fünf praktischsten Last-Minute-VerkleidungenDie fünf meistüberschätzten MenschenDie fünf traurigsten Brunnen in LuzernDie fünf ekelhaftesten Massen im Zentralschweizer UntergrundDie fünf abscheulichsten PendlergerichteDie fünf schlechtesten InvestitionenDie fünf chaotischsten Luzerner VeloparkplätzeDie fünf besten OstereierversteckeDie fünf traurigsten Bahnhöfe der ZentralschweizDie fünf schlimmsten BalkoneinrichtungenDie fünf eingängigsten EselsbrückenDie fünf besten LZ-Listicles, die ganz sicher nicht «klickbasiert» sindFünf Luzerner Buslinien mit falschen NamenDie fünf nervigsten AngewohnheitenDie fünf wichtigsten Dinge, die ein nasser Frühling lehrtDie fünf meistgehassten Bahnen im Minigolf LidoDie fünf badenswertesten Brunnen LuzernsDie fünf dringendsten Initiativen der SchweizDie fünf kühlsten Zufluchtsorte in LuzernDie fünf unnötigsten GepäckstückeDie fünf besten Luzerner StrassenfesteDie fünf besten Feriendomizile in der Luzerner AggloDie fünf besten öffentlichen Uhren in LuzernDie fünf unnötigsten Mitbringsel aus dem UrlaubDie fünf interessantesten Ampelknöpfe in LuzernDie fünf unangenehmsten GeräuscheDie fünf besten TageszeitenDie fünf besten Gesprächsthemen für den Coiffeurbesuch