Jogging
Machen komische Sachen: Eltern. (Fotos: Unsplash)

Nichts gegen Kinder. Selbst ich war auch einmal eines. Dennoch sind sie Ausgangspunkt für ein gesellschaftlich weit verbreitetes Phänomen von höchst anstrengendem Charakter: Eltern. Hier eine Liste mit den fünf mühsamsten Eigenheiten ihrer Wesenszüge.

5. Platz: Die Materialjunkies

Materialschlacht
Kosten so viel wie eine 4-Zimmer-Wohnung an bester Lage: Kinderwagen.

Anscheinend braucht es für die Aufzucht eines Menschenbabys allerlei Material. So häufen sich bei manchen Eltern mehr Ausrüstungsgegenstände an als im Geräteschuppen einer Grossgärtnerei. Das Kronjuwel davon ist der moderne Kinderwagen. Er ist laborgetestet unzerstörbar und könnte alternativ auch als Kriegsmaterial in die Ukraine exportiert werden. Er verfügt über das Ladevolumen eines Frachtschiffes und dieses wird vor jedem Ausflug gewissenhaft bis auf den letzten Kubikmillimeter vollgepackt. Hierfür braucht es lediglich ein abgeschlossenes Logistikstudium und die feste Überzeugung, dass der Weg zum Spielplatz ähnlich gefährlich ist wie eine Expedition in die menschenfeindliche Eiswelt der Antarktis.

4. Platz: Die Sportbesessenen

Jogging
Ein sehr, sehr schlimmes Bild.

Die grauenhaftesten Auswüchse der unbarmherzigen Leistungsgesellschaft sind joggende Eltern, die Kinderwägen vor sich herschieben. Dabei ist es doch ein Naturgesetz, dass der abenteuerliche Teil des Lebens mit dem Kinderkriegen abgeschlossen ist und der eigene Körper deshalb nicht mehr durch sportliche Betätigung gewartet werden muss. Die Stählung der Muskeln kann wieder aufgenommen werden, wenn das Kind ausgezogen ist und man die erste Scheidung hinter sich hat.

3. Platz: Die Frühförder:innen

Wunderkind
Sind in der Regel weit dümmer als man glaubt: Kinder.

Manche Eltern sind vom grenzenlosen Talent ihres Kindes dermassen überzeugt, dass bedingungslose Liebe zur kaltherzigen Erwartungshaltung mutiert. Das hat Konsequenzen. Minderbemittelte Kinder spielen zusammen im Park, um zu menschlichen Wesen mit Sozialkompetenz heranzuwachsen. Kinder, die jedoch vom ausserordentlichen Pech der grenzenlosen Begabung heimgesucht wurden, müssen währenddessen im Studierzimmer die unregelmässigsten Verben der chinesischen Sprache büffeln, während aus den High-End-Boxen der elterlichen Musikanlage in maximaler Lautstärke Beethovens Neunte dröhnt.

2. Platz: Die Modeopfer

Versace
Spätestens in 16 Jahren kokainabhängig: Baby in Designerkleidung.

Für manche Eltern sind Kinder in erster Linie Modeaccessoires mit neunmonatiger Lieferfrist. Dementsprechend muss das frisch gelieferte Lifestyle-Zubehör auch eingekleidet werden. Also werden in kostspieligen Designer-Boutiquen Strampelanzüge und andere Kleider in Kleinstgrösse bestellt. Diese werden von ihrer undankbaren Trägerschaft mit erbrochenem Bananenbrei überzogen und müssen in der Woche darauf wegen anhaltendem Anstieg der Körpergrösse entsorgt werden. Wer als Baby in Luxuskleidung gesteckt wurde, besitzt nach Regeln der gesellschaftlichen Ungerechtigkeit im Erwachsenenleben Offshore-Konten auf den Bahamas.

1. Platz: Die Mitteilungsbedürftigen

Talking
Haben 5 GB Fotomaterial von ihren Kindern auf dem Handy: Eltern.

Das Geheimnis der Konsensgesellschaft liegt darin, dass auf die gegenseitigen Bedürfnisse eingegangen werden. Als aufrechte Stütze des zivilisierten Zusammenlebens sollte man dem Drang gewisser Eltern, ununterbrochen über ihre Kinder zu sprechen, mit gelassener Güte entgegentreten. Doch weil Eltern diese höfliche Toleranz gegenüber einem monothematischen Gesprächserlebnis auszunützen wissen, ist es wichtig, Grenzen zu setzen. Um Konflikte zu vermeiden, sollte vor Gesprächsbeginn ein Zeitrahmen festgelegt werden, in dem über den Nachwuchs gesprochen werden darf. Zudem sollte auch abgesprochen werden, wie viele Kinderfotos man bereit ist, sich anzuschauen.

Top 5Jeden Donnerstag stellen Menschen aus dem Kultz-Team ihre persönliche Top 5 zu selbst gewählten Kategorien vor. Welche Top 5 sollen wir als Nächstes zusammenstellen? Schick deine Ideen an redaktion@kultz.ch.Was bisher geschah:Die fünf fiesesten Tiere im Tierpark GoldauDie fünf schlimmsten WochentageDie fünf bequemsten Massnahmen gegen den KlimawandelDie fünf gefährlichsten ErfindungenDie fünf nervigsten Dinge in LuzernDie fünf geilsten Reality-Love-FormateDie fünf besten VBL-VerbindungenDie fünf dümmsten HobbysDie fünf unbeliebtesten HunderassenDie fünf unbekanntesten Zitate der WeltgeschichteDie fünf besten Luzerner GemeindewappenDie fünf untötbarsten ZimmerpflanzenDie fünf mühsamsten Fussgängerstreifen LuzernsDie fünf schlimmsten Dinge am SommerDie fünf coolsten MuseggtürmeDie fünf neuesten deutschen WörterDie fünf seltsamsten Hotelnamen der ZentralschweizDie fünf inspirierendsten To-dosDie fünf spektakulärsten Attraktionen am Bahnhof LuzernDie fünf besten Luzerner StadttiereDie fünf schönsten Abfallsäcke der SchweizDie fünf besten Dinge, die Sawiris den Urner*innen als Nächstes abkaufen könnteDie fünf besten Luzerner BankautomatenDie fünf besten Sommer-Beauty-Tipps für Sparsame und FauleDie fünf karrierefördernsten Tipps zur EinschulungDie fünf hässlichsten Gebäude LuzernsDie fünf nützlichsten Schwünge für den AlltagDie fünf besten Luzerner BäckereienDie fünf besten Luzerner Nostalgie-OrteDie fünf besten Tastatur-TastenDie fünf würdigsten Luzerner Thronfolger:innenDie fünf tollsten Dinge an der Luzerner MääsDie fünf interessantesten Toiletten in LuzernDie fünf dringendsten Verkehrsmassnahmen in LuzernDie fünf besten Diensthunde der Luzerner PolizeiDie fünf alternativsten LichtquellenDie fünf lächerlichsten FortbewegungsmittelDie fünf erholsamsten Luzerner PlätzeDie fünf nutzlosesten KörperteileDie fünf dümmsten Zentralschweizer SynonymeDie fünf schlimmsten Dinge an der WeihnachtszeitDie fünf unrealistischsten Neujahrs-VorsätzeDie fünf nützlichsten EmojisDie fünf besten WintersportartenDie fünf berühmtesten Dampfschiffe auf dem VierwaldstätterseeDie fünf schlechtesten Ausreden für VerspätungenDie fünf besten Dinge, die AI über Luzern weissDie fünf beliebtesten Methoden zur Arbeitszeiterfassung