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Entsprechen etwa 90 Prozent unseres Sprachgebrauchs: Alltagsfloskeln. (Fotos: Unsplash)

Als linguistische Alleskönner bereichern Alltagsfloskeln unser Leben. Werden sie effektiv eingesetzt, eröffnen sie jedes Gespräch mit beispielloser Eleganz. Die Versuchung ist folglich gross, sie inflationär zu gebrauchen. Eine perspektivische Abhandlung über Alltagssituationen mit dem Potenzial, Nerven nachhaltig zu schädigen.

5. Platz: «Weisch, wani mein?»

Weisch
Passiert auch den Besten: Nicht wissen, was gemeint ist.

Ich glaube, ich weiss selten, was jemensch meint. Das wird mir in Gesprächen, in denen häufig nachgefragt wird, ob ich denn wisse, was gemeint sei, immer wieder bewusst. Abgesehen von diesem Achtsamkeitseffekt hilft es mir bei der eigentlichen Erkenntnis eher wenig. Die Gesprächspausen nach dem «Weisch, wani mein» sind auch selten genug lange, um eine Frage zu ersinnen und diese dann auch zu formulieren. Vielmehr lässt die Floskel mich mit dem Gedanken zurück, eben nicht zu wissen, was gemeint ist um dann, anstatt weiter zuzuhören, daran rumzuhirnen.

4. Platz: «Es gid kei schlächts Wätter, nur schlächti Usrüschtig.»

Outdoors
Nervige Hobbys fördern nervige Redewendungen: In der Natur sein.

Viele wollen gern von sich glauben, dass sie viel und gern und vor allem bei jedem Wetter draussen sind. Von diesem Verhalten leiten sie eine Qualität ab, sie ernten Punkte, die sie in ihrem selbstgewählten Wertesystem-Wettbewerb die Leiter nach oben steigen lässt. Was von aussen wie eine raffinierte und effektive Selbstwertsteigerungsstrategie aussieht, ist einfach nur nervig, sobald es als «es gid kei schlächts Wätter, nur schlächti Usrüschtig» artikuliert wird. Besonders intensiv sind damit verbundene Triggererfahrungen, wenn dem «Spruch» sexistische oder homophobe Komponenten quasi als Salz beigemischt werden.

3. Platz: «Ich has nur nett gmeint.»

Gut
Schmerzen auch in Herzform: Schneebälle.

Wir haben es alle schon mal nur nett gemeint, als wir unaufgefordert unseren Senf dazu gaben und damit einfach nur demonstrierten, dass wir gerade nicht zuhören können oder wollen und keine Geduld haben, das vermeintliche Fehlverhalten eines Mitmenschen mitfühlend und wertefrei zu erleben und offen zu sein und zu bleiben, wofür auch immer das gut sein mag, und anstatt diesen Widerspruch zwischen unseren Werten und dem vorherrschenden Gefühl auszuhalten, gaben wir dann eben unseren Senf dazu und nervten einfach nur unglaublich.

2. Platz: «Das isch doch logisch.»

Rubiks
Denksport für Besserwisser*innen: Sehr logischer Zauberwürfel.

Jetzt kommen die wirklich nervigen Alltagsfloskeln. Fast meine liebste ist das gute alte «das isch doch logisch». Variationen davon beinhalten meistens den gesunden Menschenverstand, der anzuwenden sei. Gerne wird auch behauptet, es gebe eine Art universelles Wissen, von dem jede*r wisse. Ist Mensch nicht im Kreise der erleuchteten Wissenden, ist das vor allen Dingen eine selbstverschuldete Schwäche, für die Mensch sich zu schämen hat. Für Dinge, die logisch sind, gilt sodann, dass sie sich aus sich selbst erschliessen, sie müssen also nicht erklärt werden. Vielmehr müssen Unwissende tadelnd auf ihr fehlendes Wissen aufmerksam gemacht werden. Sobald sie sich genug schämen, kommen die logischen Antworten von selbst, sie brüten sich quasi aus. Ist doch logisch.

1. Platz: «Es schööns Tägli.»

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Oberste Bürger*innenpflicht: Glücklich sein.

Wer seinen gesunden Menschenverstand angewendet hat, weiss schon lange, dass das schöne Tägli die Nummer 1 der nervigsten Alltagsfloskeln ist. Überall verfolgt es uns, in der Bäckerei, bei der Mechanikerin, bei der Lieferantin X, beim Paketkurier Y, alle wünschen sie beim Verabschieden freundlich, frivol singend ein schönes Tägli. Sie sagen es auf eine bestimmte, fast fordernde Art und Weise, schliesslich ist es kein Tag, sondern lediglich ein Täglein dass schön zu sein hat und dass ist wohl kaum zu viel verlangt? Entgegnete Mensch diesem Wunsch damit, sich den drecksverhurten Scheisstag sonstwohin zu stecken, würde das verständlicherweise mittelschwere Irritation bewirken. Schliesslich war es nur nett gemeint.

Top 5Jeden Donnerstag stellen Menschen aus dem Kultz-Team ihre persönliche Top 5 zu selbst gewählten Kategorien vor. Welche Top 5 sollen wir als Nächstes zusammenstellen? Schick deine Ideen an redaktion@kultz.ch.Was bisher geschah:Die fünf fiesesten Tiere im Tierpark GoldauDie fünf schlimmsten WochentageDie fünf bequemsten Massnahmen gegen den KlimawandelDie fünf gefährlichsten ErfindungenDie fünf nervigsten Dinge in LuzernDie fünf geilsten Reality-Love-FormateDie fünf besten VBL-VerbindungenDie fünf dümmsten HobbysDie fünf unbeliebtesten HunderassenDie fünf unbekanntesten Zitate der WeltgeschichteDie fünf besten Luzerner GemeindewappenDie fünf untötbarsten ZimmerpflanzenDie fünf mühsamsten Fussgängerstreifen LuzernsDie fünf schlimmsten Dinge am SommerDie fünf coolsten MuseggtürmeDie fünf neuesten deutschen WörterDie fünf seltsamsten Hotelnamen der ZentralschweizDie fünf inspirierendsten To-dosDie fünf spektakulärsten Attraktionen am Bahnhof LuzernDie fünf besten Luzerner StadttiereDie fünf schönsten Abfallsäcke der SchweizDie fünf besten Dinge, die Sawiris den Urner*innen als Nächstes abkaufen könnteDie fünf besten Luzerner BankautomatenDie fünf besten Sommer-Beauty-Tipps für Sparsame und FauleDie fünf karrierefördernsten Tipps zur EinschulungDie fünf hässlichsten Gebäude LuzernsDie fünf nützlichsten Schwünge für den AlltagDie fünf besten Luzerner BäckereienDie fünf besten Luzerner Nostalgie-OrteDie fünf besten Tastatur-TastenDie fünf würdigsten Luzerner Thronfolger:innenDie fünf tollsten Dinge an der Luzerner MääsDie fünf interessantesten Toiletten in LuzernDie fünf dringendsten Verkehrsmassnahmen in LuzernDie fünf besten Diensthunde der Luzerner PolizeiDie fünf alternativsten LichtquellenDie fünf lächerlichsten FortbewegungsmittelDie fünf erholsamsten Luzerner PlätzeDie fünf nutzlosesten KörperteileDie fünf dümmsten Zentralschweizer SynonymeDie fünf schlimmsten Dinge an der WeihnachtszeitDie fünf unrealistischsten Neujahrs-VorsätzeDie fünf nützlichsten EmojisDie fünf besten WintersportartenDie fünf berühmtesten Dampfschiffe auf dem VierwaldstätterseeDie fünf schlechtesten Ausreden für VerspätungenDie fünf besten Dinge, die AI über Luzern weissDie fünf beliebtesten Methoden zur ArbeitszeiterfassungDie fünf nervigsten ElterntypenDie fünf praktischsten Last-Minute-VerkleidungenDie fünf meistüberschätzten MenschenDie fünf traurigsten Brunnen in LuzernDie fünf ekelhaftesten Massen im Zentralschweizer UntergrundDie fünf abscheulichsten PendlergerichteDie fünf schlechtesten InvestitionenDie fünf chaotischsten Luzerner VeloparkplätzeDie fünf besten OstereierversteckeDie fünf traurigsten Bahnhöfe der ZentralschweizDie fünf schlimmsten BalkoneinrichtungenDie fünf eingängigsten EselsbrückenDie fünf besten LZ-Listicles, die ganz sicher nicht «klickbasiert» sindFünf Luzerner Buslinien mit falschen NamenDie fünf nervigsten AngewohnheitenDie fünf wichtigsten Dinge, die ein nasser Frühling lehrtDie fünf meistgehassten Bahnen im Minigolf LidoDie fünf badenswertesten Brunnen LuzernsDie fünf dringendsten Initiativen der SchweizDie fünf kühlsten Zufluchtsorte in LuzernDie fünf unnötigsten GepäckstückeDie fünf besten Luzerner StrassenfesteDie fünf besten Feriendomizile in der Luzerner AggloDie fünf besten öffentlichen Uhren in LuzernDie fünf unnötigsten Mitbringsel aus dem UrlaubDie fünf interessantesten Ampelknöpfe in LuzernDie fünf unangenehmsten GeräuscheDie fünf besten TageszeitenDie fünf besten Gesprächsthemen für den CoiffeurbesuchDie fünf blödesten BuchstabenDie fünf stärksten Meinungen des fleissigsten KommentarschreibersDie fünf unnötigsten Kommunikationsmittel