Esel
Prägt unsere Sprache wie kein anderes Tier: Esel.

Esel gelten als störrische Gesellen. Scheinbar wollen die wasserscheuen Lasttiere keine Bäche durchwaten, da sie wegen der spiegelnden Oberfläche nicht erkennen, wie tief das Gewässer ist. Um trotzdem in nützlicher Frist von A nach B zu kommen, baute man den schwer arbeitenden Vierbeinern kleine Brücken: Sogenannte Eselsbrücken. Nützlich sind Eselsbrücken auch, um sich Dinge besser merken zu können. Hier unsere Top 5.

5. Platz: Geh du alter Esel hol FISche

Klavier
Im Kopf keine Symphonien, sondern Esel und Fische: Teilnehmerin von Musikunterricht.

An Schweizer Musikschulen werden knapp 300‘000 Schülerinnen und Schüler von rund 12‘000 Musiklehrpersonen unterrichtet. Um den Lernwillen und die Erinnerungsfähigkeit der jungen Musiker:innen anzutreiben, wird tief in die Trickkiste gegriffen und zum Erlernen der Dur-Tonleiter diese Eselsbrücke konstruiert. Wer also eine erfolglose Blockflöten-Karriere bereits hinter sich hat, kann sich möglicherweise trotzdem noch recht gut an diesen Merkspruch erinnern. Wie der mit Hufen ausgestattete Esel den glitschigen Fisch fängt, ist allerdings nicht überliefert.

4. Platz: Das Museggmauersprüchli

Musegg
Auch die Luzerner Polizei liebt die Museggtürme, um über die Stadt zu wachen.

Nölli, Männli, Lueg is Land, Be Wach mer Zyt, Be Schirm mer s‘Pulver Ond em Allewende s’Dächli: All jene, die im Kanton Luzern die Primarschule besucht haben, dürften bei dieser Eselsbrücke aufhorchen. Obwohl wir an dieser Stelle einmal behauptet haben, dass sich das Museggmauersprüchli niemand merken könne, hält es sich hartnäckig und standhaft. Sobald man mit dem Fahrrad die Passage unter dem Nölliturm passiert, beginnt der Spuk und hallt schlimmstenfalls stundenlang im Kopf nach. Beim Nachgoogeln dieser Eselsbrücke via Luzern Tourismus ist mir allerdings aufgefallen, dass ich den Spruch als Kind wohl nicht richtig verstanden und jahrelang falsch zitiert habe.

3. Platz: Wer nämlich mit h schreibt, ist dämlich

Schule (2)
Würden nämlich niemals mit h schreiben: Gebrainwashte Schulklasse.

Diese Eselsbrücke formuliert auf perfide Weise einen Vorwurf: In der Schule den Fensterplatz erwischt? Kein Gehör für die Feinheiten der deutschen Rechtschreibung? Die mahnende Stimme der Lehrperson ist hier besonders deutlich zu hören, verbunden mit der Unterstellung, dass dieses eine Wort über Erfolg oder Misserfolg der schulischen Laufbahn entscheidet. Dank dem Word Korrekturmodus und ChatGPT besteht die Hoffnung, dass diese Eselsbrücke langsam in Vergessenheit gerät.

2. Platz: Die Länge der Monate mit Hilfe der eigenen Fäuste

Kalender
Wissenschaftliches Meisterwerk: Ein Kalender mit einer Gesamtdauer von zweieinhalb Jahren.

Der gregorianische Kalender, nach dem sich viele Bewohner:innen unserer Hemisphäre richten, entstand gegen Ende des 16. Jahrhunderts und bescherte uns 365 Tage im Jahr, unregelmässig aufgeteilt auf 12 Monate. Dieses Meisterwerk an Wissenschaft, das des Öfteren reformiert und korrigiert wurde, ist anscheinend mit simplem Einsatz des eigenen Körpers zu verstehen. Wer Bescheid wissen will über die Anzahl der Tage pro Monat, der muss einfach die eigenen Fäuste zu Rate ziehen und die Monate von links nach rechts über die Handknöchel abzählen.

1. Platz: Nie ohne Seife waschen

kompass
Auf diese Eselbsbrücke haben sich schon etliche Pfadfinder:innen verlassen.

Wer schon einmal bestimmen sollte, in welcher Himmelsrichtung die Sonne aufgeht, den Orientierungslauf zu seinem Freizeitvergnügen zählt oder auf hoher See ein Schiff navigieren muss, weiss: Diese Eselsbrücke verdient den ersten Platz. Sie klingt wie der Slogan eines Shampoo-Herstellers und hat bereits Generationen von Pfadfinder:innen den Tag gerettet. Leise vor sich hingemurmelt und in Kombination mit einer leichten Kopfbewegung in die jeweilige Himmelsrichtung steht der erfolgreichen Orientierung nichts mehr im Weg.

Top 5Jeden Donnerstag stellen Menschen aus dem Kultz-Team ihre persönliche Top 5 zu selbst gewählten Kategorien vor. Welche Top 5 sollen wir als Nächstes zusammenstellen? Schick deine Ideen an redaktion@kultz.ch.Was bisher geschah:Die fünf fiesesten Tiere im Tierpark GoldauDie fünf schlimmsten WochentageDie fünf bequemsten Massnahmen gegen den KlimawandelDie fünf gefährlichsten ErfindungenDie fünf nervigsten Dinge in LuzernDie fünf geilsten Reality-Love-FormateDie fünf besten VBL-VerbindungenDie fünf dümmsten HobbysDie fünf unbeliebtesten HunderassenDie fünf unbekanntesten Zitate der WeltgeschichteDie fünf besten Luzerner GemeindewappenDie fünf untötbarsten ZimmerpflanzenDie fünf mühsamsten Fussgängerstreifen LuzernsDie fünf schlimmsten Dinge am SommerDie fünf coolsten MuseggtürmeDie fünf neuesten deutschen WörterDie fünf seltsamsten Hotelnamen der ZentralschweizDie fünf inspirierendsten To-dosDie fünf spektakulärsten Attraktionen am Bahnhof LuzernDie fünf besten Luzerner StadttiereDie fünf schönsten Abfallsäcke der SchweizDie fünf besten Dinge, die Sawiris den Urner*innen als Nächstes abkaufen könnteDie fünf besten Luzerner BankautomatenDie fünf besten Sommer-Beauty-Tipps für Sparsame und FauleDie fünf karrierefördernsten Tipps zur EinschulungDie fünf hässlichsten Gebäude LuzernsDie fünf nützlichsten Schwünge für den AlltagDie fünf besten Luzerner BäckereienDie fünf besten Luzerner Nostalgie-OrteDie fünf besten Tastatur-TastenDie fünf würdigsten Luzerner Thronfolger:innenDie fünf tollsten Dinge an der Luzerner MääsDie fünf interessantesten Toiletten in LuzernDie fünf dringendsten Verkehrsmassnahmen in LuzernDie fünf besten Diensthunde der Luzerner PolizeiDie fünf alternativsten LichtquellenDie fünf lächerlichsten FortbewegungsmittelDie fünf erholsamsten Luzerner PlätzeDie fünf nutzlosesten KörperteileDie fünf dümmsten Zentralschweizer SynonymeDie fünf schlimmsten Dinge an der WeihnachtszeitDie fünf unrealistischsten Neujahrs-VorsätzeDie fünf nützlichsten EmojisDie fünf besten WintersportartenDie fünf berühmtesten Dampfschiffe auf dem VierwaldstätterseeDie fünf schlechtesten Ausreden für VerspätungenDie fünf besten Dinge, die AI über Luzern weissDie fünf beliebtesten Methoden zur ArbeitszeiterfassungDie fünf nervigsten ElterntypenDie fünf praktischsten Last-Minute-VerkleidungenDie fünf meistüberschätzten MenschenDie fünf traurigsten Brunnen in LuzernDie fünf ekelhaftesten Massen im Zentralschweizer UntergrundDie fünf abscheulichsten PendlergerichteDie fünf schlechtesten InvestitionenDie fünf chaotischsten Luzerner VeloparkplätzeDie fünf besten OstereierversteckeDie fünf traurigsten Bahnhöfe der ZentralschweizDie fünf schlimmsten Balkoneinrichtungen